ANTWORT und Fazit
(hier gehts zum Teil 1 und hier zum Teil 2)
Danke fürs Mitraten.
ANTWORT: Lehrer
1. Das ist sowohl die Menschengruppe aus Teil 2 (die sich Jahre zu früh aus dem Berufsleben verabschiedet) als auch jene (in Teil 1), die in Amerikas stärksten Kategorie von Gewerkschaften (Teachers Unions) organisiert sind. So hat eine der grössten (die National Education Association im Staate Wisconsin) 3 Millionen Mitglieder (und das ist nur einer von 50 Staaten)!
Im Klartext: Die Zahl der gewerkschaftlich organisierten Lehrkräfte übersteigt inzwischen die Arbeitergewerkschaften vor einem 1/2 Jahrhndert. Ich habe mir sagen lassen, auch die sehr starke Österreichische Lehrer-Gewerkschaft versuche sehr, die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte zu optimieren und genau das ist faszinierend: Eigentlich sollte Schule ein Ort sein, der für Kinder optimiert wird. Denn das Absurde an der ganzen Situation ist doch:
Solange der Unterricht und das Lernen NICHT GEHIRN-GERECHT verlaufen, solange ist die Qual für Lehrkräfte immens. Dann muss man den Beruf wechseln oder in Krankheit und frühe Pensionierung fliehen. Man kann halt einfach nicht jahrzehntelang GEGEN SchülerInnen “kämpfen”, deren Lernfähgkeit durch das System systematisch zerstört wird.
Lassen Sie es mich an zwei typischen Fallbeispielen illustrieren, die eine weitere interessante Frage beantworten, die ich mir lange gestellt hatte: Warum sind es gerade ÄLTERE Lehrkrafte, die im Seminar von Erfolgen durch meine Tools im Klassenzimmer berichten? Warum sperren sich gerade junge LehrerInnen am meisten? Ich brauchte ca 25 Jahre, bis ich das Muster durchschaute, Sie werden es gleich verstehen:
FALLBEISPIEL 1 (oft am Telefon gehört oder in Briefen gelesen):
Also, ich war vor einigen Jahren mal bei Ih nen. Es war mir auch gelungen, nach dem Seminar umzustellen (z.B durch gehirn-gerechte Massnahmen im Unterricht und durch ein objektives Benotungssystem (statt nach “Klassenkurve”) mit dem Ergebnis, dass ich massiv gemobbt wurde. Als es nach der objektiven Benotung für alle offenkundig wurde, um wieviel meine Klasse schon nach den ersten Wochen besser geworden war, wurde ich VERWARNT und da ich als alleinerziehende Mutter das Risiko einer Strafversetzung nicht engehen wollte (es hätte meine Tochter der Menschen beraubt, die sie nach Weggang ihres Vaters bes. brauchte), gab ich schweren Herzens nach. Nach den Ferien, mit einer neuen Klasse war es ein Zurück ins “Schlachtfeld”, wie meine Kollegen ihre Klassenzimmer nannten. Ich war in den Folgejahren regelmässig krank …
Fallbeispiel 2: (Oft im Seminar gehört)
Nachdem ich Ihre Techniken kennengelernt und begonnen hatte, begann ich vorsichtig zu experimentieren. Mir war klar, dass ich u.U. den Widerstand meines Kollegiums auslöse aber (Achtung, es folgt der SCHLÜSSEL) da ich schon auf die FRÜHRENTE zuging und NUR NOCH 2 JAHRE vor mir hatte, war es kein so grosses Risiko.,,
Und jetzt berichten solche Lehrkräfte MIT LEUCHTENDEN AUGEN von den leuchtenden Augen ihrer Schüler!!!
Seit Jahrzehnten weisen Schulkritiker, wie z.B. John HOLT und John Taylor GATTO (deren Bücher es inzwischen auch auf deutsch gibt), darauf hin, dass unser modernes Schulsystem der Industriestaaten nie auf exhtes Lernen aus gerichtet war. Der Zukunftsforscher Alvin TOFFLER spricht (in “Zukunftschance”, bereits 1980) von SCHULFABRIKEN, in denen ARBEITER herangezüchtet werden sollen, keine Intellektuellen. Diese werden auf separaten Eliteschulen herangezogen und im Wesentlichen krankt unser Schulystem noch immer daran, Da unsere Politiker nach wie vor kein echtes Interesse an BILDUNG FÜR ALLE haben, wird sich solange nichts ändern, wie sich SCHULEN, also SchulleiterInnen und Lehrkräfte nicht selbst aufmachen. Die ersten waren seltene Ausnahmeerschejnungen, inzwischen geschieht immer mehr (vgl, deutscher Schulpreis, vor allem jedes Jahr die 10 Schulen, von denen nur eine den PREIS bekam, ALLE anderen bieten ebenfalls grossartige Beispiele, wie es sehr wohl ganz anders geht. Letztes Jahr gewann eine Grundschule, an der 80% der Schüler einen “Migrationshintergrund” hatten, wie es heute politisch korrekt ausgedrückt wurd. Schweden und Kanadier bezeichnen solche Menschen als “Neu-Schweden” und “new Canadians”, wir betonen in der dritten Generation noch ihre “Migration”! Jedenfalls hat eine “solche Schule” bewiesen, dass auch in “so einer Atmosphäre” zukunftstaugliche junge Menschen mit echten Erfolgschancen herangebildet werden können. Denn das ist doch die eigentliche Aufgabe einer Schule in unserer modernen Wissens-Gesellschaft, meinen Sie nicht auch!?
Oder schauen Sie die brillanten DVDs von Reinhard KAHL an, der seit fast 4 Jahrzehnten das Geschehen an Schulen kritisch dokumentiert. In den letzten Jahren konnte er sehr viel Hoffnungsvolles zeigen, ab “Treibhäuser der Zukunft” sind alle DVDs voller POSITIV-Beispiele. Früher hatte er noch viel zu berichten, was systematisch falsch lief (z.B. in der grossartigen TV-Reihe “LOB DES FEHLERS” vor einer Generation) aber alle neueren DVDs sind voller wunderbarer Möglichkeiten, die leicht woanders ebenfalls eingerichtet werden könnten. Da wir am besten lernen, wenn wir gute Vorbilder BEOBACHTEN können, sollten reformwillige Lehrkräfte und Eltern sich derartiges, auch MEHRMALS, anschauen. Im Gehirn sind es die SPIEGEL-NEURONEN (Hintergrund nachzulesen in www.hintertreppe.com), die dieses leicht Lernen duchnzu- und abschauen ermöglichen. aschliesslich gehen aforscher davon aus, dass dies einer der Faktorennist, der massgeblich zu der rasanten Entwicklung des homo sapiens beigetragen hat. Nur im Schukakktag wirdndies leider kaum berücjsichtigt (darüber habe ichnmich an snswrenStellen seit Jahrzehnten geäussert).
Übrigens zeichnen sich die besten Schulen u.a. auch dadurch aus, dass sie GEGEN die Bestimmungen vom Schulamt arbeiten. John Taylor GATTO meint (in: “Ver-DUMM-t nochmal“), dass man alle Leute, die nicht selbst unterrichten, feuern sollte, denn erstens schlucken deren Löhne und Pensionen einen grossen Teil des BILDUNGS-Etats und zweitens wirken sie weit öfter BEHINDERND als fördernd. Er meinte in Amerika (*g)
Also, wer sich und/oder andere unterweist (das gilt auch für langweilige Meetings, Kundenpräsentationen etc), sollte wissen:
Wenn es für die Lehrenden ein “Kampf” ist, dann KÄMPFEN sie gegen die Arbeitsweise des Gehirns ihrer Opfer, die nicht anders (als sich wehren) können. Gehen wir hingegen gehirn-gerecht vor, dann beginnen bald die Augen aller Betroffenen zu leuchten: Es wird für Lernende wie Lehrende eine FREUDE! (vgl. z.B. mein Buch “Trotzdem lehren“, es ist auch für jene gechrieben, die sich selbst belehren wollen).
Einen schnellen Einstieg finden Sie im web: gehen Sie zur Startsite www.birkenbihl.com und klicken Sie auf “Birkenbihl denkt”: Dort gibt es kostenlose Einführungen in einige meiner DENK-Tools, DENK-Modelle und DENK-Anstösse für den Alltag.
Anwender sind herzlich eingeladen, über Erfahrungen mit diesen Techniken zu berichten – ob im Klassenzimmer oder im Board-Room; es interessiert uns brennend!
vfb
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EINE INTERESSANTE FRAGE (Teil 3) – http://www.hintertreppe.com/2011/03/08/e… @pokipsie
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@pokipsie meine frage lautet, wie letzte nacht, warum ich die tweets fast nie sehe, die meine eigenen (cont) http://www.twitlonger.com/show/98t2p3
@VeraFBirkenbihl WER meint es seie drin?
@pokipsie jemand, def meine vorankündigung damit verwechselt dat, sorry.
@pokipsie gute besserung.
@VeraFBirkenbihl besten dank kann ich gebrauchen. Post ist online, inkl. der Mention
via @hintertreppe